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Diabetiker in Bewegung

Informationsveranstaltung im Nastätter Bürgerhaus folgten weit mehr als 200 Besucher

Gut bei Puste musste Katharina Schmitz sein. Denn: Es waren mehr Besucher zum Diabetikertag ins Nastätter Bürgerhaus gekommen als erwartet. Da zum Abschluss des informativen Abends einige gemeinsame Spiele mit den weit mehr als 200 anwesenden Besuchern gemacht werden sollten, hieß es, auf die Schnelle weitere Luftballons aufzupusten, sollten doch damit die Diabetiker in Bewegung gebracht werden.

Nicht nur Zahlen und Fakten wurden den Besuchern des Diabetikertages im Nastätter Bürgerhaus vermittelt, denn auf dem Programm standen auch einige gemeinsame Spiele mit Luftballons. Da hieß es dann, sich von den Stühlen zu erheben. Im Nu waren alle mit Begeisterung bei der Sache.

Die Großveranstaltung unter dem Motto "Diabetiker in Bewegung bringen" hatte die Initiativgruppe Diabetes und Sport im VfL Nastätten organisiert. Schirmherr war Stadtbürgermeister Emil Werner, der sich erstaunt zeigte über die große Anzahl der Besucher. Er dankte Dr. Jörg Schmitz dafür, so etwas auf die Beine gestellt zu haben, der dann sogleich das Wort ergriff.

Immer mehr Menschen leiden an einer chronischen Überzuckerung des Blutes. Die Organe drohen zu verzuckern und damit ihre Funktionsfähigkeit zu verlieren. Wichtig sei eine ausgewogene Ernährung und eine entsprechende körperliche Bewegung, um das Gewicht zu reduzieren. Absolut schädlich sei das Rauchen und der Genuss von Alkohol. Denn Ziel sei, den Alltag zu bewältigen und sich sicher zu bewegen.

Hierzu bietet der VfL Nastätten, der kürzlich mit dem Qualitätssiegel Sport pro Reha ausgezeichnet wurde, Übungsstunden, geleitet von Reha-Übungsleiterin Ilona Schmitz und Katharina Schmitz, an. Denn Ziel ist, Folgekrankheiten zu vermeiden und Menschen zu helfen, nicht zu erkranken.

Birger Tornuß vom Diabetes-Zentrum Bad Mergentheim machte deutlich, dass die Bewegung enorm wichtig sei, denn im Schnitt lege der "Schreibtischtäter" nur 300 bis 700 Meter zurück. Das sei entschieden zu wenig und führe zu Bewegungsmangel- Erkrankungen. Das Herzinfarkt- beziehungsweise das Schlaganfall-Risiko steige. Auf 29 Milliarden Euro belaufen sich die Kosten für die 6,5 Millionen Diabetiker bundesweit, rechnete Diplom-Sportlehrer dem Publikum vor. "Tun Sie etwas für Ihre Gesundheit", um auch die diabetischen Folgeerkrankungen zu reduzieren. Betreiben Sie Sport entsprechend Ihrer Möglichkeit."

Und warum Sport so wichtig sei, zeigte Landeslehrwart Christoph Sagner, Fachverband für Sport in Rehabilitation und Prävention, den Besuchern eindringlich auf. "Sinnvoll betriebener Sport wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Das soziale Wohlbefinden trägt mit dazu bei, dass aus Sportgemeinschaften Freundschaften entstehen." Ganz wichtig dabei sei auch: "In der Gemeinschaft lässt sich die Krankheit besser bewältigen." Möglich mache das der Austausch der Patienten untereinander.

Zu Beginn der Veranstaltung hatten die Interessenten die Möglichkeit, sich über Blutzucker-Messgeräte zu informieren. Darüber hinaus gab es reichlich Faltblätter über Selbsthilfegruppen und Therapien.

Die Diabetiker- Sportgruppe trifft sich jeden Mittwoch von 18:30-20:00 Uhr in der Hauptschulturnhalle in Nastätten . Ansprechpartner ist Ilona Schmitz, Telefon 06772/2784.

Rhein-Lahn-Zeitung

         
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