Presse  zurück Stand:12.07.2005
 

 
 
Die kleine Lisa, eine der jüngsten Teilnehmerinnen bei den "Ergänzenden Wettkämpfen" in Nastätten, bewies schon viel Geschick.   Foto: Thorsten Stötzer
 
     
  Guter Kindersport oder "Kappes"?
 
Weniger Starter bei den Kreismeisterschaften in den "ergänzenden Wettkämpfen" - Bewegungsabläufe und Techniken geübt.Seit rund zehn Jahren steht die so genannte "Spiele-Leichtathletik" im Veranstaltungskalender. Am vergangenen Wochenende standen wieder einmal die Kreismeisterschaften in den "ergänzenden Wettkämpfen" in Nastätten auf dem Programm.
NASTÄTTEN. Wenn hölzerne Gymnastikstäbe ans Freie dürfen, Helfer mit rot-weißem Absperrband kämpfen oder Bananenkartons rangieren, dann ermitteln die Leichtathleten wieder die Kreismeister in den "Ergänzenden Wettkämpfen".

Mittlerweile macht sich der VfL Nastätten regelmäßig als Ausrichter um diese Meisterschaft verdient, so auch am Sonntag.

"Nicht gut angenommen"

Doch hat sich die alternative Form der Leichtathletik nach einem Jahrzehnt tatsächlich zwischen Rhein und Lahn etabliert? Kreisschülerwart Günther Mesloh vom TV Bad Ems äußerte Zweifel: "Den Kindern macht das unheimlich Spaß, aber leider werden die Ergänzenden Wettkämpfe ansonsten noch nicht so gut angenommen."Bislang ist es kreisweit bei einem Sportfest dieser Art im Jahr geblieben. "Es liegt an manchen Trainern", berichtete Günther Mesloh. Die sagten schlicht: "Zu so einem Kappes fahren wir nicht." Auch bei den Nastätter Titelkämpfen 2005 fehlte mancher bekannter Verein oder war nur schwach vertreten.Für den Rückgang der Teilnehmerzahl von gut 150 auf exakt 100 - gut 40 dieser Kinder kamen wiederum aus Nastätten - waren aber wohl hauptsächlich Terminüberschneidungen verantwortlich. "Das Gauturnfest in Nassau hat uns sicherlich diese 50 Prozent gekostet", vermutete Mario Michel vom gastgebenden VfL Nastätten. Außerdem starteten einige Bad Emser Kinder lieber beim Reitturnier am Höhenhaus anstatt selbst einen Sprunglauf über die Hindernisse zu wagen.Der Sprint über Bananenkartons, Stabweitwurf mit Zonenwertung, Hochweitsprung mit frontalem Anlauf und ein Dauerlauf mit Zielwerfen bildeten wie gewohnt den Vierkampf für die Fünf- bis Elfjährigen. Der VfL hatte eigens eine Grube hergerichtet, um den Hochweitspringern bessere Bedingungen zu bieten.

Spaßfaktor nicht verachten

"Es sind noch viele andere Varianten möglich", warb Günther Mesloh für die "Ergänzenden Wettkämpfe" und auch der Spaßfaktor solle nicht verachtet werden: "Kinder im Alter bis elf Jahre spielen eben noch sehr gerne."

Dennoch sind Wettbewerbe wie der in Nastätten nicht mit der Gaudi-Olympiade bei irgendeinem Straßenfest zu verwechseln. Die Übungen leiten die Kinder an, Bewegungsabläufe und Techniken zu üben, die sie später bei der "großen" Leichtathletik unbedingt beherrschen müssen.

 Thorsten Stötzer  2005

 
     
   
 

Diese junge Leichtathletin demonstriert, worauf es beim Hoch-Weitsprung ankommt: Das Knie des Schwungbeins muss nach oben gerissen werden, um das Hindernis zu überwinden. Davon profitiert sie später auch beim gewöhnlichen Weitsprung.

 
     
 

Was zunächst exotisch erscheint, dient trotzdem den Belangen der olympischen Kernsportart: Eher spielerisch lernen Kinder, wie man technisch gut läuft, springt und wirft

Sechsjährige gingen den Rasen-Biathlon offensiv an

Kreismeisterschaften in den "Ergänzenden Wettkämpfen" für den Leichtathletik-Nachwuchs in Nastätten mit 92 Teilnehmern

NASTÄTTEN. Die Pulsfrequenz kümmert die jungen Leichtathleten bei ihrem Biathlon nicht. Energisch gehen die Sechsjährigen bereits die ersten 100 Meter an und kämpfen um Positionen. Dann erreichen sie die Wurfstation: Vier Kartons mit alten Tennis- Bällen stehen vor ihnen, ein paar Meter weiter haben die Kampfrichter vier andere Kartons platziert. Wer seinen Ball in eine der Papp-Kisten wirft, darf weiter rennen, wer drei Mal das Ziel verfehlt, muss eine zusätzliche Strecke laufen. Deshalb haben die Leichtathleten den Begriff Biathlon aus dem Wintersport entlehnt.

Die Kombination aus Dauerlauf und Zielwerfen bildet den Abschluss der Kreismeisterschaften in den "Ergänzenden Wettkämpfen" auf dem Nastätter VfL-Sportplatz. In den gut eineinhalb Stunden zuvor haben die zwischen sechs und elf Jahre alten Sportler schon drei Disziplinen hinter sich gebracht: den Hindernissprint über Bananenkartons, den Stabweitwurf und den Hochweitsprung.

92 Nachwuchs-Athleten aus dem Kreis sind an diesem sonnigen Sonntag nach Nastätten gekommen, im Vorjahr waren es lediglich drei Meldungen mehr gewesen. "Wir sind mit der Beteiligung zufrieden", sagt deshalb auch Wettkampfleiterin Steffi Michel vom VfL Nastätten, "man merkt allerdings, dass zwei Vereine fehlen, die an diesem Wochenende eigene Veranstaltungen organisieren".

Es herrscht trotzdem ein reges Treiben an den Wettkampfstätten und ein wenig ist stets auch der alternative Charakter der "Spiele-Leichtathletik" zu spüren. Die jungen Teilnehmer tragen relativ selten Spikes und Vereinstrikots, dafür sind viele bunte T-Shirts zu bewundern. Beim Hoch- Weitsprung dient ein Provisorium aus drei Rundbalken als Sprunggrube, die drei Sprintbahnen auf dem Rasen sind nicht abgekreidet: Weiß-rotes Trassierband markiert die Grenze zum Nebenmann.

Dennoch verlaufen die Wettkämpfe zügig und fair. Die ungewohnten Disziplinen stellen Kinder und Betreuer zwar gelegentlich vor Rätsel, aber was macht es schon, wenn ein kleiner Läufer in falscher Richtung in die Handicap-Runde einbiegt? Bei allem Spaß steckt doch ein methodischer Sinn in den "Ergänzenden Wettkämpfen", denn motorisch gleichen die Übungen denen der normierten Leichtathletik. Thorsten Stötzer

 Ergebnisse folgen.

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 14.07.2003, Seite 26.

 
     
  Michel und Merzenich triumphierten bei B-Schülern

Leichtathletik: Rheinlandmeister-Titel im Speerwurf und im Kugelstoßen

RHEIN-LAHN. Bei den B- Schüler-Titelkämpfen des Leichtathletikverbandes Rheinland war auch ein großes Aufgebot von talentierten Jungen und Mädchen aus dem Rhein-Lahn-Kreis am Start. Allerdings konnten sich nur zwei von ihnen ganz vorne platzieren. Maximilian Michel (VfL Nastätten) warf bei den Schülern M 13 den 400-Gramm-Speer ausgezeichnete 37,58 m weit, und Florian Merzenich (TV Bad Ems) gewann das Kugelstoßen der Klasse M 12 mit 9,04 m vor seinem Vereinskameraden Philipp Schupp, der 8,24 m weit stieß.

Florian Merzenich trat außerdem noch im Speerwurf bei den 13-Jährigen an und wurde hier mit 31,93 m Dritter. Den gleichen Rang belegte auch Maximilian Michel im Weitsprung seiner Jahrsgangsklasse mit 5,15 m. Zwei dritte Plätze mit persönlichen Bestleistungen erkämpfte sich bei den älteren Jungen auch Martin Böhm (LT Diezer TSK/LG Einrich) in 10,18 Sekunden im 60-Meter-Hürdensprint und mit 1,46 m im Hochsprung.

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 27.06.2003, Seite 12.

 
     
 

Bahneröffnung der Leichtathleten in Holzappel mit Kreismeisterschaften der Schüler A im Vierkampf

 
     
 

Auch außerhalb des Meisterschafts-Vierkampfs registrierten die Trainer einige gelungene Saisoneinstände. Besonders ragten die drei Siege von Maximilian Michel (VfL Nastätten; M 13) heraus: Er gewann die 75 Meter in 10,44 Sekunden, sprang 5,11 Meter weit und warf den 200- Gramm-Ball auf 64 Meter. Thorsten Stötzer

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 05.05.2003, Seite 16.

 

 
     
  Mo.09.09.02

Sandkasten ersetzte Sprunggrube

Leichtathletik- Kreismeisterschaften in den "Ergänzenden Wettkämpfen": Rekordbeteiligung und Spannung auf VfL-Rasenplatz

Vom großen Zuspruch waren die Organisatoren anfangs sogar ein ganz klein wenig geschockt: Statt erwarteten 60 maßen sich letztlich 103 Kinder gestern in Nastätten in den "Ergänzenden Wettkämpfen" der Leichtathletik.

NASTÄTTEN. Wenn die leichtathletischen Anlagen fehlen, darf auch schon mal ein profaner Spielplatz- Sandkasten bei den "Ergänzenden Wettkämpfen" genutzt werden. Gestern ermittelten die Fünf- bis Elfjährigen ihre Kreismeister in der sogenannten Spiele- Leichtathletik.

Der Sandkasten wird für den Hoch- und Weitsprung gebraucht, denn hier gilt es, nach frontalem Anlauf über eine Latte zu springen und dann weich zu landen. Die alte Sportlehrer- Weisheit, dass nur der im Weitsprung eine gutes Ergebnis erzielt, der im ersten Sprungdrittel Höhe gewinnt, wird so spielerisch umgesetzt.

Test für die Motorik

Auch die drei anderen Disziplinen des Mehrkampfes vermitteln Grundtechniken auf neue, kreative Weise: So gleicht der Armzug beim Stabweitwerfen der bekannten Bewegung vom Schlagball- oder Speerwurf. Der Sprint über Bananenkartons verlangt schon in etwa die motorischen Fähigkeiten, die später einmal beim Hürdenlauf nötig sind. Der Biathlon lockert den altbewährten Dauerlauf auf. In jeder Runde muss ein ausrangierter Tennisball in einen Karton geworfen werden. Wer drei Mal das Ziel verfehlt, muss eine kleine zusätzliche Strecke rennen.

Eine komplette Kreismeisterschaft organisierte der VfL Nastätten so auf dem vereinseigenen Sportplatz an der Lauterter Straße - ohne dass dort Laufbahn oder Sprunganlagen zu finden sind. Da die "Ergänzenden Wettkämpfe" ein Stück von der normierten Leichtathletik entfernt angesiedelt sind, ist dies ohne weiteres möglich. Den Kindern wird der Rasen am Waldrand ohnehin besser gefallen haben als der staubige Hartplatz am Schulzentrum.

Der VfL, der diese Kreismeisterschaft zum zweiten Mal nacheinander ausrichtete, hatte den Sportplatz gewechselt, um die Räume und das Bistro in seiner Halle an der Lauterter Straße nutzen zu können. Anscheinend haben sich die Verantwortlichen um Steffi und Mario Michel im Vorjahr einen guten Ruf erarbeitet.

Riesiger Zuspruch

103 junge Sportler wurden am Sonntag gezählt, bislang hatten immer rund 60 Kinder bei den "Ergänzenden Wettkämpfen" mitgemacht. "Anfangs waren wir etwas überrascht, ja sogar schockiert, als wir das Meldeergebnis gesehen haben", berichtete Steffi Michel. "Aber es freut uns natürlich sehr, dass so viele Teilnehmer gekommen sind." Die Rekord- Beteiligung führte dann auch zu keinen Problemen, die Wettkämpfe liefen zügig an und schon zur Mittagszeit fielen beim abschließenden Biathlon die Entscheidungen. Thorsten Stötzer

 

 
  vom 23.08.2002

Kreismeisterschaften in Nastätten

Der VfL Nastätten richtet am Sonntag, 8. September, ab 10 Uhr auf dem Sportplatz an der Lauterter Straße die Leichtathletik- Kreismeisterschaften der Schüler/innen C (M/W 10/11), D (M/W 8/9) und E (M/W 6/7) aus. Hier geht's um ein ergänzendes Wettkampfprogramm wie Hindernissprint über Bananenkisten, Hoch- und Weitsprung sowie Stabweitwurf und einen Biathlon- Lauf.

Anmeldungen bis zum 4. September bei Steffi Michel, Gronauerstr. 16, 56355 Nastätten, Telefon 06772/2255.

 

 
vom 26.06.2002


Steffi Michel ist eine sehr engagierte Übungsleiterin für Leichtathletik.

 

Klein angefangen

Es werden 60 Kinder leichtathletisch betreut

Mehr als 1300 Mitglieder zählt der VfL Nastätten. Steffi Michel ist Übungsleiterin für die Leichtathletik- Abteilung. Vor sieben Jahren hat sie mit sechs Kindern angefangen; sie betreut mittlerweile 60 Jungen und Mädchen in drei Gruppen.

Sie würde sich sehnlichst wünschen, wenn noch weitere Trainerinnen hinzukommen würden, denn die Gruppen sind "randvoll".

Für erwähnenswert hält sie den Kooperationsvertrag des VfL mit der Grundschule Blaues Ländchen. Nachmittags erhalten Kinder im Rahmen der Nachmittagsbetreuung die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen. Klarer Fall dass die Kinder gerne von diesem erweiterten Angebot regen Gebrauch machen.

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 26.06.2002, Seite 25.

 

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